Ein Tag voller Geschichte, Sonnenschein und gemeinsamer Zeit.
Am 23. September 2026 machten sich Mitarbeitende der Kanzler von Pfau’schen Stiftung auf den Weg nach Halle. Ziel unserer diesjährigen Pilgerauszeit waren die Franckeschen Stiftungen – ein besonderer Ort, an dem Glaube, Bildung und soziales Engagement seit mehr als 300 Jahren miteinander verbunden sind.
Mit einem Morgengruß in den Tag
Um 9 Uhr trafen wir uns am Informationszentrum der Stiftung. Bevor es losging, stimmten wir uns mit einem Morgengruß auf den gemeinsamen Tag ein:
„Gott, vorüber ist die Nacht.
Gesund und froh bin ich erwacht.
Beschütz mich auch den ganzen Tag,
dass mich kein Unfall treffen mag.“
Anschließend sangen wir gemeinsam „Das wünsch ich sehr“ – und dann konnte unsere Entdeckungstour beginnen.
Durch die beeindruckende Anlage der Franckeschen Stiftungen führte uns eine ausgesprochen kompetente „Herumführerin“. Die ungewöhnliche Bezeichnung ist übrigens kein Zufall: Sie stammt aus der Zeit August Hermann Franckes und wurde für die heutigen Führungen wieder aufgegriffen.

Geschichte zum Anfassen
Die Franckeschen Stiftungen wurden ab 1698 von dem Theologen und Pädagogen August Hermann Francke aufgebaut. Was damals vor den Toren der Stadt Halle begann, entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem der bedeutendsten Bildungsstandorte Europas.
Bei unserem Rundgang wurde schnell deutlich, wie visionär Franckes Idee für die damalige Zeit war: Bildung sollte Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft offenstehen. So entstand eine regelrechte Schulstadt mit Schulen, Internaten, Lehrsammlungen und Einrichtungen zur Versorgung von zeitweise rund 3.000 Menschen.
Besonders beeindruckend waren das Historische Waisenhaus, der Lindenhof, die Historische Bibliothek und natürlich die berühmte Kunst- und Naturalienkammer.
Im Historischen Waisenhaus konnten wir den historischen Bet- und Singesaal besichtigen und vom Altan aus den Blick über das gesamte Gelände und die Altstadt von Halle genießen.
Die Historische Bibliothek entführte uns anschließend in die Wissenswelt des Barock. Zwischen den alten Regalen lagern rund 50.000 Bücher aus der Frühen Neuzeit. Originales Mobiliar, knarrende Dielen und die beeindruckende Architektur machten den Besuch zu einer kleinen Zeitreise.
Für Überraschungen sorgte schließlich die Kunst- und Naturalienkammer – die historische „Wunderkammer“ der Franckeschen Stiftungen. Mehr als 3.000 Objekte gibt es dort zu entdecken. Neben kostbaren und exotischen Gegenständen fanden sich auch einige Kuriositäten: ein tätowierter Fisch, ein versteinerter Käse und sogar ein ausgestopftes Nilkrokodil.
Sonnenschein, Stadtspaziergang und Mittagessen
Nach so vielen Eindrücken führte unser Weg bei herrlichem Sonnenschein quer durch die Stadt Halle. Dabei konnten wir die Stadt noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben und uns über die vielen Eindrücke des Vormittags austauschen.
Im Restaurant Dompfaff angekommen, hieß es dann erst einmal: ankommen, durchatmen und stärken. Bei einem gemeinsamen Mittagessen war Zeit für gute Gespräche und ein gemütliches Beisammensein.
Zum Abschluss in die Marktkirche
Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zu unserem letzten Ziel: der Marktkirche St. Marien – Unser Lieben Frauen im Herzen Halles.
Nach einem ereignisreichen Tag war die Kirche ein passender Ort, um noch einmal innezuhalten. Mit einem gemeinsamen Gebet und einem Abschlusslied ließen wir unsere Pilgerauszeit ausklingen, bevor wir uns voneinander verabschiedeten und den Heimweg antraten.
Gemeinsam unterwegs
Die Pilgerauszeit war ein Tag zum Entdecken, Staunen, Austauschen und Innehalten. Abseits des gewohnten Arbeitsalltags blieb Zeit für Begegnungen und Gespräche – und vielleicht auch für den einen oder anderen neuen Gedanken, den wir mit nach Hause nehmen konnten.
Ein herzliches Dankeschön geht an Herrn Stephan Wendrock für die Organisation und Vorbereitung dieses schönen Tages!
Und wer jetzt Lust bekommen hat, im nächsten Jahr dabei zu sein: Wir freuen uns auf die nächste Pilgerauszeit! Wenn es wieder heißt „Gemeinsam unterwegs“, hoffentlich mit vielen bekannten und neuen Gesichtern.
Kerstin Wernicke,
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit & Mediengestaltung



















