Nicolaikirche - Fürbitten

25 Jahre Nicolaistift Ballenstedt

Ein Jubiläum voller Erinnerungen, Begegnungen und Zuversicht.

Mit einem festlichen Gottesdienst, bewegenden Reden und einem bunten Rahmenprogramm wurde im Altenpflegeheim „Nicolaistift“ in Ballenstedt am 27. März 2026 das 25-jährige Bestehen gefeiert. Zahlreiche Gäste aus Kirche, Diakonie, Politik und Region folgten der Einladung der Kanzler von Pfau’schen Stiftung, um gemeinsam auf ein Vierteljahrhundert gelebte Pflege und Gemeinschaft zurückzublicken.

Feierlicher Auftakt in der Nicolaikirche

Der Jubiläumstag begann in der St. Nicolaikirche zu Ballenstedt. In einem würdevollen Rahmen eröffneten Kreisoberpfarrer Dr. Theodor Hering und Stiftungsdirektorin Daniela Schieke den Festakt.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor St. Trinitatis Hedersleben unter der Leitung von Kantor Thomas Nürnberg. Die feierlichen Klänge verliehen dem Auftakt eine besondere Atmosphäre und stimmten die Gäste auf einen Tag des Erinnerns und des Dankes ein.

In ihren Ansprachen blickten Frau Schieke und Dr. Hering auf die bewegte Geschichte des Hauses zurück. Beide machten deutlich, dass das heutige Nicolaistift ohne den Mut und die Entschlossenheit vieler Beteiligter nicht denkbar gewesen wäre.

Von „Haus Bethanien“ zum modernen Nicolaistift

Die Wurzeln des Nicolaistifts reichen zurück in die 1990-er Jahre. Mit der Übernahme des Altenpflegeheims „Haus Bethanien“ im Jahr 1996 begann die Entwicklung, die schließlich im Neubau des Nicolaistifts mündete.

Mit der Einweihung im Jahr 2000 wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht: Die Zahl der Pflegeplätze verdoppelte sich, gleichzeitig verbesserten sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen deutlich.

Eine zentrale Rolle spielte dabei Karin Perbandt, die sowohl das Haus Bethanien als auch das Nicolaistift in seinen Anfangsjahren leitete und maßgeblich prägte. Ihr Engagement steht beispielhaft für viele Menschen, die den Aufbau und die Entwicklung des Hauses begleitet haben.

25 Jahre Entwicklung und gelebte Verantwortung

In den vergangenen 25 Jahren hat sich das Nicolaistift kontinuierlich weiterentwickelt. Verantwortung übernahmen unter anderem Beate Severin als Heimleiterin wie auch Daniela Fricke als Pflegedienstleiterin.

Baulich wurde das Haus immer wieder an neue Anforderungen angepasst. So wurden in den vergangenen Jahren unter anderem die Glasfassade energetisch saniert sowie die Innenhöfe neugestaltet – sichtbare Zeichen dafür, dass Stillstand hier keine Option ist.

„Mit der Einführung der zentralen Heimleitung unter der Leitung von Harriet Ködelpeter haben wir im Jahr 2024 einen weiteren wichtigen Meilenstein gesetzt. Diese moderne Organisationsstruktur stärkt unsere Zukunftsfähigkeit und hilft uns, auch in einem sich wandelnden Pflegeumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben“, betonte Stiftungsdirektorin Daniela Schieke.

„Gleichzeitig ist damit eine gezielte Straffung und Neuverteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten verbunden. Das erfordert Anpassungs- und Lernbereitschaft von allen Beteiligten. Gemeinsam mit Pflegedienstleiter Uwe Zikmund und seinem Stellvertreter Tobias Stolze, mit der Unterstützung unserer Dienstgemeinschaft und der Begleitung durch unsere Vorständin für Pflege und Personal, Nicole Groß, gelingt uns dieser Weg bereits in weiten Teilen.“

Doch bei aller baulichen und strukturellen Entwicklung wurde eines immer wieder deutlich: Im Mittelpunkt stehen die Menschen. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die hier ihr Zuhause gefunden haben, ebenso wie die Mitarbeitenden, die dieses Haus täglich mit Leben füllen.

Begegnungen und Grußworte im Nicolaistift

Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Gäste im Nicolaistift zusammen. In festlicher, zugleich herzlicher Atmosphäre wurde das Jubiläum weiter begangen.

Ein besonderer Moment dabei war der Auftritt von Chormitgliedern in historischen Barockkostümen, die die Gäste tanzend in den Saal begleiteten und so eine lebendige Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlugen.

Zu den Gratulanten gehörten unter anderem Dr. Martina von Witten von der Diakonie Mitteldeutschland, Oberkirchenrat Matthias Kopischke von der Evangelische Landeskirche Anhalts sowie Ulrich Pels, Mitglied im Kuratorium der Stiftung.

Auch die zentrale Heimleiterin Harriet Ködelpeter, Nicolaistift-Pflegedienstleiter Uwe Zikmund und der frühere Qualitätsmanager Stephan Wendrock brachten ihre Perspektiven und Erinnerungen ein.

Musik, die verbindet

Für musikalische Höhepunkte sorgte der Chor des Wolterstorff-Gymnasiums Ballenstedt unter der Leitung von Bettina Sarapatta. Mit Liedern wie „Lean on Me“, „With or Without You“, „Wunder gescheh’n“ oder „Shallow“ gelang es den jungen Sängerinnen und Sängern, das Publikum zu begeistern und für besondere Momente zu sorgen.

Die Auswahl der Stücke spiegelte dabei auf eindrucksvolle Weise wider, worum es im Nicolaistift seit jeher geht: Gemeinschaft, Unterstützung und Menschlichkeit.

Erinnerungen, die bleiben – und ein Blick nach vorn

Den Abschluss der Feier bildete eine Gesprächsrunde, in der Mitarbeitende, Wegbegleiter und Gäste persönliche Anekdoten und Erinnerungen aus 25 Jahren Nicolaistift teilten. Man lachte, blickte zurück und alle erfuhren so, wie viele Geschichten dieses Haus in sich trägt. Gleichzeitig wurde spürbar, dass das Jubiläum nicht nur ein Rückblick ist. Es ist auch ein Blick nach vorn.

Das Nicolaistift Ballenstedt bleibt ein Ort der Fürsorge, der Verlässlichkeit und der Begegnung – getragen von der Kanzler von Pfau’schen Stiftung und den Menschen, die hier arbeiten und leben.

Oder, wie es in den Reden mehrfach anklingt: Es geht immer um die Menschen. Damals wie heute – und auch in Zukunft.